Wie müssen Weidezaunpfähle sein?

von Ulrike Dietz 21. Mai, 2010

Wie müssen Weidezaunpfähle sein?

Klassischerweise sind Weidezaunpfähle aus Holz

Wenn Sie Pferde oder Ponys auf einer Weide halten möchten, muss die Weide eine Umzäunung haben. Zum einen, damit die Tiere nicht weglaufen und zum anderen, um  ungebetene Besucher fernzuhalten. Basis für einen Zaun um die Koppel oder Weide sind Weidezaunpfähle. Und da gibt es inzwischen eine mannigfaltige Auswahl.

Sind Weidezaunpfähle aus Holz ideal?

Früher gab es für die Umzäunung einer Weide nur Weidezaunpfähle aus Holz. Durch Seile oder einfache Bretter miteinander verbunden, boten die Pfähle den Pferden Schutz. Auch heute bevorzugen viele Pferdehalter Weidezaunpfähle aus Holz, auch wenn dieses Material  einige Nachteile hat. Bei Weidezaunpfählen aus Holz kommt es auf die Holzart an, denn diese ist entscheidend für die Langlebigkeit der Pfähle. Weidezaunpfähle aus Eichenholz halten imprägniert ungefähr zehn Jahre und kosten im Schnitt knapp 6  Euro pro Stück. Sind die Eichenholz-Pfähle nicht imprägniert, kann es passieren, dass sie bereits nach fünf Jahren verrottet sind  und erneuert werden müssen.

Sehr harte Hölzer wie die heimische Akazie oder das aus Afrika stammende Bongossi Holz sind deutlich besser für Weidezaunpfähle geeignet. Besonders Pfähle aus Bongossi sind zu empfehlen, denn das Holz ist extrem hart und biegsam. Selbst wenn ein Auto gegen einen Pfahl aus Bongossi fährt, macht es dem Holz nichts aus. Mit knapp 8 Euro pro Pfahl ist dieses Holz allerdings eher teuer. Mit rund 3 Euro pro Pfahl wesentlich billiger, aber nicht so witterungsbeständig und stabil sind Weidenzaunpfähle aus Kiefernholz. Bewährt haben sich auch Weidezaunpfähle aus Robinienholz. In diesem Fall muss das Holz aber geschält sein, denn die Rinde ist giftig.

Weidezaunpfähle aus Kunststoff

Weidezaunpfähle aus Kunststoff haben gegenüber der Einzäunung aus Holz einen deutlichen Vorteil: Diese Pfähle verrotten selbst bei den härtesten Witterungsbedingungen nicht. Pfähle aus Kunststoff sind unbegrenzt haltbar und zudem auch noch relativ preiswert. Für einen dieser Pfähle müssen Sie rund  5 Euro bezahlen, was im Hinblick auf die Haltbarkeit eine gute Investition ist. Die Preise für die einzelnen Pfähle richten sich aber auch nach der Höhe. Wenn Sie große Pferde auf der Koppel haben, wählen Sie  Pfähle für einen mindestens  1,40 Meter hohen Zaun. Bei Ponys reicht eine Höhe von einem Meter.

Viele Landwirte arbeiten heute auch mit Fiberglas. Dieses Material ist wie Kunststoff lange haltbar und hat den Vorteil, dass es sehr elastisch und biegsam ist. Fiberglaspfähle sind allerdings nur für Pferde geeignet, nicht für Rinder oder Bullen. Der Preis für diese Weidezaunpfähle liegt bei ungefähr 50 Euro für 20 Stück.

Bild: © PantherMedia/Stephan Sühling

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