Wie müssen Lederreitstiefel sitzen?
von Yvonne Rütting 10. Aug, 2010
Was für die alltäglichen Schuhe im Leben gilt, nämlich Passgenauigkeit und Wohlfühlcharakter, dass sollte besonders für Lederreitstiefel gelten. Denn: Die Reitstiefel sind praktisch die Verbindung vom Reiter zum Pferd. Darüberhinaus wird ihnen eine längere “Lebensdauer” nachgesagt als Reitstiefeln, die nicht aus Leder sind.
Optimal sind daher Lederreitstiefel oder Stiefeletten aus reinem Leder. Allerdings sollte sich der Interessent beim Kauf genügend Zeit lassen, genau den richtigen Stiefel zu finden. Dabei ist zu beachten, dass die Reitstiefel zu Beginn sehr eng sitzen müssen, da das Leder sich im Laufe der Zeit weitet. Demzufolge wäre es nicht gut, wenn die Stiefel von Anfang an „locker“ sitzen, im Gegenteil.
Ein guter Lederreitstiefel verstärkt Halt und Sicherheit
Ein genaues Augenmerk sollte der Reiter zudem auf die Schaftgröße werfen. Selbst, wenn der Fuß einigermaßen bequem eingebettet liegt, können zu weite oder zu enge Schäfte die richtige Passform beeinträchtigen.
Reiter sollten sich immer vor Augen halten, dass der perfekte Reitstiefel guten Halt geben und trotzdem Gefühl zum Pferd vermitteln soll. Mit dem Bein nahe am Pferd zu sein bedeutet Kontrolle. Nur so kann der Reiter dem Pferd die reiterlichen Hilfen optimal geben.
Lederreitstiefel kommen sowohl in der Dressur als auch im Spring- und Westernreiten zum Einsatz. Vor dem Kauf dieser, zugegeben nicht günstigen, Reitstiefel, ist es ratsam, dass der Reiter nicht nur seine Schuhgröße kennt. Auch der Wadenumfang und die Höhe des Unterschenkels müssen gemessen und beim Kauf berücksichtig werden. Denn nichts ist schlimmer als Druckstellen an Fuß und Bein, denn das beeinträchtigt den sicheren Halt und das Gefühl fürs Pferd.
Robustheit sorgt für ein langes „Stiefelleben“
Eine umfangreiche Beratung bietet der Fachhandel beim Stiefelkauf natürlich an, es gibt aber auch die Möglichkeit, Lederreitstiefel nach Maß anfertigen zu lassen.
Auch, wenn die ersten Tage mit den neuen Lederreitstiefel eine Tortour werden können: Sind die Stiefel erst einmal „eingeritten“, sind diese ein Genuss. Pferd und Reiter verschmelzen zu einer Einheit und die Lederreitstiefel bieten Halt und geben Sicherheit. Dazu kommt eine Robustheit, die seinesgleichen sucht. Schlammspritzer lassen sich schnell und einfach mit einem feuchten Tuch beseitigen. Zur Pflege eignen sich Lederpflegeöl, Lederfett oder Lederpflegespray, damit das Material nicht brüchig wird.
Wer einmal auf den Geschmack von Lederreitstiefeln oder Leder-Stiefeletten kommt, möchte diese nicht mehr missen.
Lederreitstiefel gibt es im Fachhandel ab circa 99 Euro. Wer seine zukünftigen Stiefel nach Maß anfertigen möchte, der muss natürlich noch etwas tiefer in den Geldbeutel greifen. Aber auch hier steht der Fachhandel, wie zum Beispiel Calveo, Loesdau oder Reitstiefel Königs mit Rat und Tat zur Seite.
Bild: © PantherMedia/RONALDO Schulz

