Wie bringt man Katzen Tricks bei?
von Andreas Ebbert 06. Aug, 2010
Entgegen der landläufigen Meinung lassen sich auch Katzen trainieren. Zwar ist es richtig, dass Katzen einen sturen und eigensinnigen Dickkopf haben, doch mit ausreichend Geduld und Konsequenz können Sie Ihrem Stubentiger einige Kommandos beibringen. Ganz wichtig ist die Belohnung nach jedem ausgeführten Kommando.
Gerade Katzen, die sich überwiegend in der Wohnung aufhalten, lieben diese Art der Unterhaltung. Warum sollte es nicht klappen? Frauchen kann ihrem Liebling zum Beispiel beibringen, nicht auf den Tisch zu springen. Durch Herrchens eisernen Willen kann die Katze problemlos das Katzenklo benutzen. Warum sollten nicht auch andere Kommandos und Tricks einstudiert werden können? Es ist gar nicht so schwer und bereitet viel Freude.
Clickertraining
Kommandos wie „Rolle“ oder „Platz“ kann Ihre Katze beispielsweise durch das sogenannte Clickertraining lernen. Dieses Training hat sich auch bei Hunden bewährt und basiert auf Geräuschen, den Clicks. Die Tiere lauschen auf den Clicker und wissen, dass sie alles richtig gemacht haben. Gerade am Anfang sollte nach jedem Click auch eine Belohnung durch ein Leckerli erfolgen, später reicht neben dem Click oft auch ein verbales Lob.
Beispiel „Platz“
Am Beispiel von „Platz“ können wir die Methode leicht erklären. Sie geben das Kommando “Platz” und streichen der Katzen mit einem Leckerli sanft über den Rücken. Sobald das Tier den Hintern nach unten bewegt oder sich sogar hinsetzt, heißt es „Click“ und „Leckerli“. Die Reihenfolge Kommando – Platz – Click sollten Sie auf jeden Fall einhalten. Nur so lernen die Katzen, dass sie dem Kommando folgen sollen. Setzt sich die Katze ohne das vorherige Kommando, erfolgt auch kein Click.
Spielerisch üben
Mit diesem Prinzip können Sie auch durchaus andere Tricks bei den Tieren einstudieren. Eine „Rolle“, „Männchen machen“ oder sogar „Gib mir fünf“ sind so durchaus machbar. Ganz spielerisch gestalten Sie so das Zusammenleben mit Ihrer Katze noch abwechslungsreicher und interessanter. Schließlich sind gerade Katzen sehr verspielt. Sie freuen sich, wenn sie zusammen mit Ihnen das eine oder andere Kommando üben können. Das schweißt Sie und Ihre Katze noch mehr zusammen.
Geduld ist wichtig
Ganz wichtig für einen langfristigen Erfolg ist aber Geduld! Überfordern Sie Ihre Katze nicht. Bedenken Sie, dass Katzen nicht so lange konzentriert bleiben können wie Hunde. Begrenzen Sie das Training immer nur auf kurze Einheiten. Es soll ja beiden Parteien Spaß machen. Versuchen Sie immer derjenige zu sein, der das Training beendet, niemlas Ihre Katze. Die Samtpfoten nutzen die Trainingspausen gern zur Körperpflege und machen dann gerne wieder mit.
Bild: © PantherMedia/Lehmann Heiko

