Welche Pferdeversicherungen brauchen Reiter?
14. Okt, 2011
Eine Pferdeversicherung abzuschließen, empfiehlt sich für jeden Reiter, der sich an einem Pferd beteiligt als auch für Pferdebesitzer. Sie schützt vor hohen finanziellen Kosten, wenn es zu einem Unfall kommt. Auch wer Polo-Sport betreibt, sollte sich und sein Pferd gut versichern. Doch welche Versicherungen sind wirklich notwendig und worauf ist zu achten?
Welche Pferdeversicherungen brauchen Reiter?
Die Frage, welche der vielen Versicherungen rund ums Pferd sinnvoll sind, muss jeder Reiter für sich beantworten. Sinnvoll ist in jedem Fall eine Pferdehaftpflicht. Sie ist die wichtigste Pferdeversicherung. Sie als Pferdehalter haften in unbegrenzter Höhe für die Schäden, die ein Pferd verursacht. Die Versicherung begleicht auch berechtigte Ansprüche an Sie, indem die Versicherung Kosten aus Sach-, Personen- und Vermögensschäden ersetzt. Nicht nur das Pferd ist versichert, sondern auch Reiter, Fremdreiter und Reitbeteiligung. Zusätzlich werden Schäden an Reithallen, Ställen, Pferdeanhängern, Weiden, Pferdesolarien, Paddocks und Laufbahnen versichert. Auch wenn Sie gelegentlich als Reitlehrer entgeltlich oder unentgeltlich arbeiten, sind Sie versichert. Eigene Schäden an Reitbeteiligungen sind mitversichert. Wenn Sie mit einer ungewöhnlichen Zäumung oder Sattel beziehungsweise sogar ohne Sattel reiten, sind Sie ebenfalls versichert.
In der Regel können die Versicherungssumme, die Höhe der Selbstbeteiligung oder Ausschluss der Selbstbeteiligung, die Vertragslaufzeit und die Zahlweise selbst bestimmt werden. Die Steuer ist im Beitrag enthalten. Möchten Sie das Pferd innerhalb der Vertragslaufzeit verkaufen oder verstirbt das Pferd, endet sofort der Vertrag. Kündbar ist der Vertrag nach einer Beitragserhöhung, nach einem Schadensfall oder nach einem Ablauf von 3 Jahren. Weitere Pferdeversicherungen sind die Pferderechtsschutzversicherung, die Pferdehalter-Rechtsschutzversicherung, die Pferde-OP-Versicherung und die Reiterunfallversicherung.
Warum eine Pferdeversicherung abschließen?
Gleichgültig, ob Sie ein Pferd besitzen oder sich mit anderen Reitern ein Pferd teilen: Reiten bedeutet auch eine große Verantwortung. Sie müssen sich darum kümmern, dass das Pferd gesund bleibt, dass es ausreichend Bewegung und vor allem Zuneigung bekommt und dass es im Krankheitsfalle ein Tierarzt versorgt und behandelt. Eine Kolik, eine Fraktur oder ein Husten sind nur einige der körperlichen Störungen, die ein Pferd befallen können. Unter Umständen kann das hohe Kosten mit sich bringen, Kosten, die Sie sich schlimmstenfalls gar nicht leisten können. Wenn Sie von einem gemieteten Pferd stürzen, kann das, abgesehen von der körperlichen Verletzung, sehr belastend sein, vor allem, wenn hohe Regressansprüche seitens der Krankenkasse an den Pferdebesitzer gestellt werden. Mit einer Pferdeversicherung minimieren Sie das Risiko und geben sich und Ihrem Pferd mehr Sicherheit.
Bild: panthermedia.net Jörg Unfried
